Kurz vor Einreichungsschluss fehlen einigen Kandidaten der parteimäßig organisierten Freien Wähler offensichtlich noch Unterstützungsunterschriften. Im Wahlkreis Bruchsal kursieren Flyer in denen um Unterschrift auf einem beigefügten amtlichen Formular gebeten wird. Im südlichen Landkreis sollen sogar Vereinsspenden für Unterschiften in Aussicht gestellt worden sein. In der Stuttgarter Zeitung vom 31.12.2020 wird über einen Kandidaten aus dem Hohenlohe-Kreis berichtet, der für jede Unterschrift eine Flasche Wein offeriert. Untertitel: „Ein Landtagskandidat der Freien Wähler greift auf der Suche nach Unterstützern zu unlauteren Mitteln.“

Solche Missstände beschädigen auch unseren Namen und erfordern nochmals unsere Stellungnahme:

Wir, die parteiunabhängigen Freien Wähler im Landkreis Karlsruhe, haben an der Nominierung von Kandidaten für die Landtagswahlen nicht mitgewirkt und unterstützen diese auch nicht.

Im Artikel der Badischen Neuesten Nachrichten vom 14.10.2020  ist dazu eigentlich alles gesagt. Wir sind und bleiben kommunal. Vielleicht sind die Schwierigkeiten der parteimäßig organisierten Freien Wähler ja ein Hinweis auf ihre tatsächliche Verankerung in unserer Gesellschaft. Die Zahl der Unterstützungsunterschriften wurde Corona-bedingt von 150 auf 75 je Wahlkreis abgesenkt. Das entspricht ca. 0,07% der Wahlberechtigten und sollte eigentlich keine Hürde sein für jemanden mit dem Anspruch, in der Landespolitik mitentscheiden zu wollen.


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